Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

Plakate gegen Lärm

Arbeitskreis „Gib Acht im Verkehr“ startet Bürgerbefragung

Die Raserei und der Lärm machen den Nusplingern schwer zu schaffen. Eine Plakataktion des Arbeitskreises „Gibt Acht im Verkehr Zollernalb“ fordert nun zu Konsequenzen auf: „pssst... Rücksicht!“.

Vor allem die Bürger, die in den Wohngebieten in Richtung Bärenthal leben, sind geplagt und gefährdet, denn hier brausen viele Motorradfahrer und Brummis ins Donautal. Die Plakate, die dazu animieren sollen, die Geschwindigkeit zu drosseln, werden aber in ganz Nusplingen aufgestellt – insgesamt fünf Stück.

Schon lange ist die Problematik im Landratsamt bekannt. Blitzer wurden aufgestellt, „mit zum Teil heftigen Ausreißern“, wie der Leiter des Verkehrsamtes, Adrian Schiefer, berichtet. Parallel habe deshalb der Arbeitskreis „Gib Acht im Verkehr Zollernalb“ über präventive Ansätze nachgedacht. Und dabei sei man auf die Idee gekommen, die Verkehrsteilnehmer mit einem „positiven Appell“ zu bewegen, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

Um zu sehen, ob die Aktion etwas bringt, sind die Nusplinger aufgefordert, einen Erhebungsbogen auszufüllen. Dieser liegt diese Woche im Amtsblatt bei. Ohne die Angabe ihres Namens und ihrer Adresse können sie eintragen, wie sie die momentane Situation empfinden. Nach etwa zwei Monaten wird die Befragung wiederholt, um festzustellen, ob sich die Plakate auf das Fahrverhalten ausgewirkt haben.

Bürgermeister Alfons Kühlwein begrüßt die Aktion, zumal in Richtung Bärenthal auch Radfahrer die Landesstraße überqueren müssen. Allerdings wäre ihm gerade in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder die Versetzung des Ortsschildes lieber. Das Landratsamt war aber nicht untätig. Adrian Schiefer: „Aus Richtung Unterdigisheim gilt Tempo 70, und eine Querungshilfe haben wir auch eingerichtet.“

(Quelle: Zollern-Alb-Kurier)