Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

Mit Schulbeginn veränderte Situation auf Straßen

Kreisverkehrswacht Konstanz macht zu Schulbeginn auf die neuen Verkehrsanfänger aufmerksam.

Mehr als sechs lange Wochen waren sie aus dem Stadtbild verschwunden, wenn  demnächst das neue Schuljahr beginnt: Kinder, die morgens an Haltestellen in Busse drängeln, junge Fahrradfahrer, die im Pulk das Unterrichtsgebäude ansteuern. "Motorisierte Verkehrsteilnehmer und Schüler müssen sich nach den Sommerferien zunächst wieder aneinander gewöhnen, von daher ist eine Gefahr gegeben", erläutert Kurt Kraft die Perspektive. Der Dozent für Verkehrssicherheitsarbeit an der Polizeiakademie in Wertheim, der derzeit in der Polizeidirektion Konstanz hospitiert, sieht den Appell an Autofahrer, zum Schuljahresbeginn besonders vorsichtig zu sein, als Präventionsmaßnahme.

Der Unfallvorbeugung dient auch die Öffentlichkeitsarbeit der Verkehrswacht Konstanz-Hegau in diesen Tagen. "Wir wollen erreichen, dass die motorisierten  Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrsanfänger richten", betont Ulrich Merk, Leiter der Geschäftsstelle der Kreisverkehrswacht. Vekhersanfänger auf dem neuen Schulweg sind in jedem Falle die Erstklässler. Kreisweit werden am 10. September 2239 Jungen und Mädchen eingeschult. Ulrich Merk nahm die Banner in Empfang, die auf Initiative der Verkehrswacht derzeit an vielen Ortseingängen und im Umfeld von Schulen aufgehängt werden. "Bitte langsam! Schule hat begonnen" ist darauf zu lesen. Nach Einschätzung von Willi Streit birgt der Schulweg für die Abc-Schützen besondere Risiken. "Schulanfänger sind immer auch Verkehrsanfänger und gehören aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern", warnt der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, der selbst Polizist ist. Streit verweist auch auf die Statistik. Danach haben sich 2011 im Landkreis Konstanz zehn meldepflichtige Schulwegunfälle ereignet. Dabei wurden zwei Kinder schwer und sechs leicht verletzt.

Zu den Schwerverletzten zählte ein Mädchen aus Radolfzell. Die Elfjährige war nach Polizeiangaben an einem Morgen im Mai dieses Jahres kurz vor halb acht mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule. An einer Einmündung stieß sie mit einem Auto zusammen. Die junge Radlerin stürzte und brach sich beide Handgelenke. Willi Streit rät Eltern von Schulanfängern, zu Beginn des Schuljahres den Weg mit dem Kind öfters gemeinsam zu gehen und somit einzuüben. Daraus ergebe sich ein Lerneffekt und Sicherheit.