Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

Gemeinsam für einen sicheren Schulweg - Unfallkasse BW und LVW BW starten Kooperation zur Radfahrausbildung für Schulkinder

Karlsruhe/Stuttgart, den 17.11.2020: Rund 95.000 Viertklässlerinnen und Viertklässler nehmen in Baden-Württemberg jährlich an der Radfahrausbildung der Landesverkehrswacht BW und der Polizei teil. Polizeibeamten*innen führen die fahrpraktische Radfahrausbildung an den Jugendverkehrsschulen mit hohem Personaleinsatz und großem Engagement durch. Diese Ausbildung ist für Kinder ein wichtiger Meilenstein für die selbstständige Fortbewegung im Straßenverkehr. Um diese auch in Zukunft zu ermöglichen, unterstützt die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) die Landesverkehrswacht Baden-Württemberg mit einem Scheck über 50.000 Euro. Diese Anschubfinanzierung ist darüber hinaus der Start einer Kooperation zwischen der UKBW und der Landesverkehrswacht, um die Verkehrssicherheit in Baden-Württemberg in Zukunft durch gemeinsame Projekte zu fördern.

 

Dirk Astheimer, stv. Abteilungsleiter Sicherheit und Gesundheit bei der UKBW, und Siegfried Tretter, Geschäftsführer der UKBW, überreichen den Scheck über 50.000 Euro für Verkehrssicherheitsprojekte für Kinder an Burkhard Metzger, Präsident der Landesverkehrswacht. Bildnachweis: Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW)

Im Jahr 2019 sind 108.787 Verkehrsunfälle auf dem Schulweg geschehen – rund die Hälfte davon mit dem Fahrrad. Besonders häufig sind hierbei Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren betroffen. „Jeder Unfall ist einer zu viel,“ erklärt Siegfried Tretter, Geschäftsführer der UKBW: „Einer der wichtigsten Schwerpunkte unserer präventiven Arbeit ist deshalb das Thema Verkehrssicherheit. Unser Ziel ist die sogenannte ‚Vision Zero‘ – also eine Welt, ohne schwere oder tödliche Verkehrsunfälle. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickeln wir als UKBW neue Strategien, um die täglichen Arbeits-, Schul- und Kita-Wege sicherer zu machen.“

Das gleiche Ziel hat sich die Landesverkehrswacht Baden-Württemberg gesetzt: „Ich weiß aus meiner Erfahrung, wie schlimm schwere oder gar tödliche Unfälle für Betroffene und Angehörige sind. Wenn man einmal Todesnachrichten an Angehörige überbracht hat, erkennt man den Wert von Verkehrssicherheitsarbeit sehr deutlich,“ so Burkard Metzger, Präsident der Landesverkehrswacht. Ein Schwerpunkt der Landesverkehrswacht ist daher die flächendeckende Fahrradausbildung der Viertklässlerinnen und Viertklässler, an der jährlich rund 95.000 Kinder teilnehmen.

Gemeinsame Kooperation „Radfahrausbildung in Baden-Württemberg“

Kinder frühzeitig fit für den Straßenverkehr machen: Aus diesem gemeinsamen Ziel der UKBW und der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg ist die Kooperation „Radfahrausbildung in Baden-Württemberg“ am Montag, 16. November 2020, gestartet. Zum Auftakt der Zusammenarbeit überreichte die UKBW der Landesverkehrswacht bei einem gemeinsamen Treffen einen Scheck über 50.000 Euro. Bei diesem Termin haben sich die Beteiligten auf die wichtigsten Eckpunkte der künftigen Zusammenarbeit geeinigt. So soll es neben der Radfahrausbildung auch gemeinsame Schulbustrainings, eine Schülerlotsenausbildung, Kampagnen zum Tragen von Fahrradhelmen sowie Bobbycar- und Elektroautoparcours für die Kleinsten geben.

„Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, durch welche wir die Sicherheit auf den Straßen in Baden-Württemberg nachhaltig erhöhen. Um die jüngsten Verkehrsteilnehmenden von Anfang an auf den Straßenverkehr vorzubereiten, sponsern wir als UKBW zusätzlich 50 Bobbycars, die bereits im kommenden Jahr zum Einsatz kommen werden“, so Tretter.