Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

Bobbycars machen Kinder fit für Straßenverkehr

Goldmedaillen haben Ostfilderns OB Christof Bolay, Bernhard Schäufele und Thomas Durst von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Erich Klett von der Landesverkehrswacht bekommen. Damit bedankten sich die Knirpse vom Kindergarten in Scharnhausen für den Verkehrssicherheitstag. Eigentlich hätten die Kinder und die Erzieherinnen die Auszeichnung verdient, sagte Schäufele: „So perfekt vorbereitet habe ich noch keine unserer Aktionen erlebt.“

„Bei uns hat sich in den vergangenen Wochen ganz ganz viel um das Thema Verkehrssicherheit gedreht“, erzählt Kindergartenleiterin Brigitte Hess. Und statt der Goldmedaille haben die Kinder jetzt Bobbycars, Verkehrswesten, Schilder und Ampeln. das ist eine komplette Verkehrssicherheitsausstattung, die die Kraftfahrzeuginnung und das Autohaus Durst zum Auftakt überreichten. „Ein nachhaltiges Geschenk“, sagt Hess – denn damit „können die Kinder immer wieder das Gelernte üben und vertiefen“.

50 Mal war Bernhard Schäufele im Rahmen der Aktion „Verkehrssichere Kinder“ der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart schon in Kindergärten. Aber die Kinder in Scharnhausen waren seiner Einschätzung nach besonders fit. Seit der Kindergarten wusste, dass er den Verkehrssicherheitstag von Innung und Landesverkehrswacht bekommt, haben sich alle intensiv mit dem Thema Verkehrssicherheit beschäftigt. Brigitte Hess und ihr Team haben viel Vorarbeit geleistet. „Wir haben Exkursionen gemacht, Verkehrsschilder angeschaut, Ampeln ausgeschnitten und viel gelernt.“

Schäufele hatte ein paar Fragen im Redetext. Darauf hatten die Kinder sofort die Antworten parat: „Was tut ihr im Auto?“ „Anschnallen.“ „Was macht ihr am Zebrastreifen?“ „Hand raus.“ Da freute sich auch der Ostfilderner OB: „Wichtig ist, dass ihr im Straßenverkehr gut aufpasst, denn wir haben nun mal viel Verkehr, denn wir sind eine Stadt mit vielen Autos.“

Jetzt gibt es fünf Autos mehr – und die erregten schon ein bisschen Neid beim Stadtchef. „So schöne habe ich nicht gehabt“, schaute er auf die Mercedes-Bobbycars, die zur Verkehrssicherheitsausstattung gehören. Da Thomas Durst ein Mercedes-Autohaus hat und die Ausstattung sponsort, war die Markenwahl logisch, und Christof Bolay hat jetzt einen Kindergarten, in dem die Kinder Mercedes fahren.

Auf den kleinen Autos erleben die Kinder erstmals das Gefühl als Autofahrer. Sie kommen an die Verkehrsschilder, die mit im Paket enthalten sind. Und sie müssen sich richtig verhalten, wie Papa oder Mama, die sonst am Lenkrad sitzen; sie kommen an den Zebrastreifen, der sich mit ein paar Handgriffen im Garten anlegen lässt. Und alles färbt hoffentlich auch auf andere ab, wünscht sich Durst: „Wenn ihr nach Hause geht, dann zeigt auch den anderen Kindern, was ihr gelernt habt.“

Und gelernt haben die Jungen und Mädchen viel. Das bewiesen sie auch bei einem Riesenpuzzle (eine Stadt mit vielen Verkehrssituationen), einem Groß-Memory (Verkehrs- und Straßenschilder), einem Balancierspiel und vielen weiteren Stationen.

(Quelle: Esslinger Zeitung)