Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

55 Jungen und Mädchen beim Schülerlotsenwettbewerb im Erlebnispark Tripsdrill

Die Idee der Schülerlotsen gibt es inzwischen seit rund 60 Jahren - und sie ist aktueller denn je. 55 dieser Helfer aus dem ganzen Land trafen sich am Donnerstag zum Wettstreit.

"Jährlich verunglücken rund 17.000 Kinder auf dem Schulweg allein in Baden-Württemberg. Dagegen gibt es bundesweit keinen einzigen Fall eines schweren Unfalls an einem Verkehrsübergang, der von Menschen gesichert wird", weiß Robert Newart, Geschäftsführer der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg. Deshalb rief diese Wettbewerbe ins Leben, in denen Schülerlotsen und solche, die es werden möchten, ihre Kräfte messen können. Einen solchen Wettbewerb gab es am Donnerstag in Tripsdrill.

Was motiviert Jungen und Mädchen, sich als Schülerlotsen zu engagieren im Zeitalter von Computerspielen, Wi und Co.? "Ganz einfach. Ich habe einen kleinen Cousin und ich möchte nicht, dass dem etwas auf dem Schulweg passiert und allen anderen Kindern genauso wenig", sagte die 14-jährige Kim Winterbauer als Gewinnerin des Wettbewerbs der Schülerlotsen am gestrigen Donnerstag im Erlebnispark Tripsdrill. Mit einem Punkt Vorsprung zieht ihr männlicher Gegenpart, Philipp Kessler, sogar in den Bundeswettbewerb: "Wir haben vor allem im theoretischen Teil sehr viel gelernt über Verkehr. Außerdem macht es einfach Spaß, etwas Gutes zu tun. Es ist schön, anderen zu helfen und der Gerhard Wolpert von der Verkehrswacht war als Ausbilder große Klasse", lobte der 13-Jährige.

Zusammen mit den beiden Gewinnern stellten sich 55 Teilnehmer Aufgaben wie Entfernungen einschätzen, Bremswege feststellen und Fragen zur Straßenverkehrsordnung und zum Verkehr allgemein im theoretischen Teil. Der große Parkplatz vor dem Erlebnispark war eine optimale Spielwiese für ehrgeizige Kinder und Jugendliche, die unterschiedlich lange als Schülerlotsen im Einsatz sind. "Es gab sogar einen Parcours mit Alkoholbrillen", erzählte Marco Gunßer. "Der hatte eine abschreckende Wirkung für viele", beobachtete Robert Newart von der Verkehrswacht, "weil man mit dieser Brille die Straße wie ein Betrunkener sah."

Seit über 20 Jahren führt die Landesverkehrswacht Baden Württemberg immer wieder Wettbewerbe wie diesen durch. "Der Wettbewerb ist unter den Schülerlotsen sehr beliebt", weiß Newart. "Die Arbeit der Schülerlotsen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, sodass es uns den Aufwand wert ist", betonte der Landesverkehrswacht-Präsident Heinz Kälberer. Sein Dank gilt auch der Polizei und den Schulen, die als Partner die Ausbildung der Schülerlotsen begleiten. In Deutschland engagieren sich derzeit rund 55.000 Verkehrshelfer, davon 2.200 in Baden-Württemberg. Von diesen sind allein 2.000 selbst Schüler. Die Idee des Schülerlotsen ist schon über 60 Jahre alt.

Besonders beliebt ist der Wettbewerb in Tripsdrill unter den Schülerlotsen natürlich auch deshalb weil den Teilnehmern nach abgelegter theoretischer und praktischer Prüfung der Erlebnispark offenstehen.#

(Quelle: Bietigheimer Zeitung)