Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.

2. Platz beim Bundesschülerlotsenwettbewerb für Philipp Kessler (Kreisverkehrswacht Ludwigsburg)

Philipp Kessler aus Tamm von der Kreisverkehrswacht Ludwigsburg wurde zweiter beim diesjährigen Bundesschülerlotsenwettbewerb in Bremen. Herzlichen Glückwunsch!

Seit Einführung des Schülerlotsendienstes am 14.01.1953 in Kornwestheim und Karlsruhe hat es an von Schülerlotsen gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren oder tödlichen Unfall gegeben.

 

Schülerlotsen: Zahlen, Fakten

  • Beim Schülerlotsendienst waren die Verkehrswachten in Baden-Württemberg Vorreiter. Bereits 1950 wurden nach amerikanischem Vorbild die ersten Schülerlotsen in Kornwestheim und Karlsruhe ausgebildet und eingesetzt.
  • Bundesweit wurde dann der Schülerlotsendienst durch die Deutsche Verkehrswacht am 14. Januar 1953 eingeführt.
  • Mehr als 2,6 Millionen Schülerlotsen und Schulweghelfer  haben seither dazu beigetragen, dass es bisher an von Schülerlotsen gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren oder tödlichen Unfall gegeben hat. (Dabei Schulwegunfälle nur in Baden-Württemberg jährlich ca. 17.000, nach Angaben der Unfallkasse Baden-Württemberg)
  • Zurzeit sind bundesweit 55.000 Schülerlotsinnen und Schülerlotsen im ehrenamtlichen Einsatz.

  • Schülerlotsen sind in der Regel zwischen 13 und 15 Jahren und sollten wenigstens die 7. Klasse besuchen
  • Baden-Württemberg fördert die Rekrutierung von Schülerlotsen durch eine gemeinsame Kampagne "SchülerFairkehr" von Innenministerium und der Landesverkehrswacht mit ihren Partnern, die von der EnBW finanziell unterstützt wird.

    Aus dem ganzen Land nehmen die Schulen mit Ihren Schülerinnen und Schülern an einem Wettbewerb teil, bei dem jeweils am Jahresende die besten Schulwegsicherheits-und Gewaltfreikonzepte prämiert werden. Vor dem Start der Kampagne Schüler-FAIR-kehr waren ca. 1.200 Schulweghelfer jährlich im Einsatz.

    Darüberhinaus gibt es jedes Jahr einen Schülerlotsenwettbewerb mit praktischen und theoretischen Prüfungen an dem Schülerlotsen aus dem ganzen Land teilnehmen. Die Gewinner bekommen attraktive Preise und der 1. Gewinner nimmt am Bundeswettbewerb der Schülerlotsen teil.

  • 2012 engagierten sich ehrenamtlich in Baden-Württemberg etwa 2.200 Schüler, Schülerinnen und Erwachsene als Schülerlotsen, Schulbusbegleiter oder Schulweghelfer.
  • Über 8000 Schülerinnen, Schüler und Erwachsene
    wurden seit dem Kampagnenstart "SchülerFairkehr" in 2007 neu ausgebildet.

  • Durch das ehrenamtliche Engagement vieler neuer Schülerinnen und Schüler, sowie auch Erwachsener wurde der Schulweg,  aber auch der Schulweg mit dem Bus für die Kinder, vor allem für die Schulanfänger, sicherer gemacht.
  • Auf den Schulwegen in BW hat die Polizei im Jahr 2012 610 Verkehrsunfälle registriert. Dabei wurden 112 Kinder und Jugendliche schwer und 527 leicht verletzt.  2012 waren auf den Schulwegen keine Verkehrstoten zu beklagen. Die Entwicklung von 2008 nach 2012: Verkehrsunfälle - 22%, Schwerverletzte - 35% und Leichtverletzte - 20%

  • Die gesetzliche Unfallkasse Baden-Württemberg hat im Jahr 2012  16. 752 Schadensfälle reguliert, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Schulweg stehen. ( 2011 waren es 17.295 ).
    Hinter dieser hohen Zahl verbergen sich verletzte Schülerinnen und Schüler und damit menschliches Leid, aber auch hohe volkswirtschaftliche Kosten.

  • Im Schülerlotsendienst unterstützt die Polizei, die sich in der Lotsenausbildung stark engagiert, die Arbeit der Verkehrswachten. Weitere feste Partner sind die jeweiligen Schulen vor Ort. Nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten kann sich der Schülerlotsendienst etablieren und fortentwickeln.

  • Vorteile/Mehrwert für Schülerinnen und Schüler:
    die Erwähnung des Ehrenamts im Zeugnis bzw.  Verleihung einer Urkunde - positiv für den Berufseinstieg.