Gleichgewicht schützt: Wie Kippenheimer Knirpse den sicheren Schulweg üben
Wer Polizist werden will, muss erst einmal stehen bleiben. Und zwar genau an der Bordsteinkante. Dann gilt: „Links, rechts, links“ schauen. So schallt es auch durch die Straßen von Kippenheim. Daniela Obert von der Polizei beobachtet die Szene genau. Sie ist heute nicht gekommen, um Diebe zu jagen, sondern um die Schulanfänger der Kita St. Mauritius fit für den Schulweg zu machen. Und: Die Kinder machen ihre Sache prima!
In voller Uniform erklärt Obert ihren jungen Zuhörern das Revier. Unterstützung bekommt sie von „Sveni“: Die Handpuppe erzählt Geschichten aus dem Verkehrsalltag. Die Botschaft sitzt: Im Auto wird angeschnallt, auf dem Rad regiert der Helm.
Wer seinen Körper beherrscht, schafft es auch im Verkehr
Damit die Theorie nicht trocken bleibt, folgt die Praxis unter freiem Himmel. Die Kinder marschieren, stoppen und schauen. Dass Sicherheit auch viel mit Körperbeherrschung zu tun hat, weiß Kurt Reith, Vorsitzender der Verkehrswacht Lahr. Er hat ein Geschenk im Gepäck: die „Move-it-Box“. Vollgestopft mit Lern- und Bewegungsspielen soll sie den Gleichgewichtssinn und die Reaktion der Kinder schärfen.
„Wir besuchen jährlich etwa fünf Einrichtungen“, sagt Roswitha Schätzle vom Vorstand der Verkehrswacht Lahr. Die Nachfrage bei den Kindergärten sei groß, denn Bewegung schützt: Nur wer seinen Körper im Griff hat, bewegt sich sicher im Verkehr.
Zum Abschied ein selbstgemaltes Bild
Das Highlight parkt derweil vor der Tür: das Polizeiauto. Einmal auf dem Fahrersitz thronen, einmal das Blaulicht aufflackern lassen – für die „Großen“ von St. Mauritius ist das der Höhepunkt des Tages. Als Dankeschön überreichen sie Daniela Obert ein selbstgemaltes Bild. Der Ernst des Lebens kann kommen; sie wissen jetzt, wie man ihn auf der Straße sicher meistert.