Kinderrechte schützen - auch im Straßenverkehr

Kinder haben ein Recht auf Schutz im Straßenverkehr. Dies ist nicht nur am internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November ein Thema. Alle erwachsenen Verkehrsteilnehmenden müssen tagtäglich auf Kinder im Straßenverkehr besonders Rücksicht nehmen. Durch ihr sicherheitsbewusstes Verhalten tragen sie entscheidend zum Schutz von Kindern vor Unfällen und Unfallfolgen bei.

Ob im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß: Erwachsene sind durch ihr Verhalten im Straßenverkehr immer ein Vorbild für Kinder. Wenn sie sich aufmerksam und umsichtig verhalten, lernen auch Kinder sich sicher durch den Straßendschungel zu bewegen. Die Verkehrswachten in Baden-Württemberg rufen in ihrem Engagement immer wieder zu mehr Verkehrssicherheit für Kinder auf. Schon mit wenigen Verhaltensweisen kann der Schutz der kleinen Verkehrsteilnehmenden deutlich erhöht werden.

Deswegen sind Kinder im Straßenverkehr so gefährdet

Kinder haben einen kleineren Blickwinkel als Erwachsene und können daher eine Straße schlechter überblicken. Wenn sie Fahrzeuge hören, erkennen sie oft spät, aus welcher Richtung sie kommen. Auch Entfernungen zu einem Fahrzeug können Kinder schlechter einschätzen. Hinzu kommt, dass sie aufgrund ihres Alters noch leicht abzulenken sind und deswegen das Verkehrsgeschehen nicht überblicken können.

Ein vorausschauendes Gefahrenbewusstsein für gefährliche Verkehrssituationen entwickeln Kinder erst ab einem Alter von ungefähr acht Jahren. Dann erst sind sie in der Lage eine Verkehrssituation soweit einzuschätzen, dass sie sich durch eigenes Verhalten schützen könnten. Ab einem Alter von ungefähr zehn Jahren können sie gefährliche Situationen voraussehen und vermeiden. Fazit: Kinder müssen lernen, sich sicherheitsbewusst im Straßenverkehr zu verhalten. Dies geschieht am erfolgversprechendsten durch Eltern und andere erwachsene Bezugspersonen. Je jünger die Kinder sind, umso mehr lernen sie über das vorbildhafte Verhalten der Eltern, Großeltern, Erziehenden und anderer Verkehrsteilnehmenden.

Verhaltenstipps für alle zum Schutz von Kindern im Straßenverkehr

  • Vorbild sein: Bewegen Sie sich als Erwachsener stets umsichtig im Straßenverkehr. Denn Kinder lernen am besten über gute Vorbilder.
  • Kinder sichern: Sichern Sie Kinder bei jeder Autofahrt mit dem Gurt und mit altersentsprechenden Sicherungssystemen.
  • Wege zeigen: Zeigen Sie Kindern sichere Möglichkeiten, sich im Straßenverkehr zu bewegen. Erklären Sie auch das richtige Verhalten an Ampeln und Zebrastreifen.
  • Vorsichtig fahren: Nicht nur in der Nähe von Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder sollten Autofahrende und Fahrradfahrende besonders umsichtig unterwegs sein.
  • Sichtbar bleiben: Vor allem in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass sowohl zu Fuß gehende Kinder als auch Autofahrende gut gesehen werden können.

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