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Landesverkehrswacht kooperiert mit Bundeswehr
Landesverkehrswacht kooperiert mit Bundeswehr

Pilotveranstaltung "Aktion junge Fahrer" in der Hohenbergkaserrne in Horb a.N. mit 200 Rekrutinnen und Rekruten.
Präsident Kälberer der sich für diese Kooperation eingesetzt hat, konnte bei der anschliessenden Pressekonferenz zusammen mit Major Markus Pöppel, Stv Kommandeur des Lazarettregiments 41, eine positive Bilanz ziehen.

Kooperation der Landesverkehrswacht mit der Bundeswehr in Baden Württemberg Horb a. Neckar 5.11.09: 200 junge Soldatinnen und Soldaten, der Hohenbergkaserne Lazarettregiment 41, beteiligten sich an einer Aktion für junge Fahrer. Zwei Tage lang schulten Landesverkehrswacht, Kreisverkehrswacht Freudenstadt, Kreisverkehrswacht Ehingen, Kreisverkehrswacht Rottweil und die Polizei mit Vorträgen, Simulatoren und Elementen des Sicherheitstrainings die jungen Fahrer bei dieser Pilotveranstaltung für verkehrssicheres Verhalten im Straßenverkehr.

An einem 6 Stationen umfassenden Parcours, erfuhren 200 junge Soldatinnen und Soldaten viele alters- und verkehrsspezifische Informationen zu den Gefahren im Straßenverkehr. Mit einem theoretischen Vortrag über die rechtlichen und medizinischen Auswirkungen übers Fahren mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, erleben an Simulatoren und bei praktischen Übungen wie „Bremsen auf Gleitfläche und dem durchlaufen eines Parcours mit unterschiedlichen Hindernissen, konnten sie eigene Erfahrungen sammeln und damit ihr bisheriges Verhalten überdenken.
Präsident Kälberer, der sich für diese Kooperation eingesetzt hat, sagte zur Station Gurtschlitten: „ Wenn ein Drittel der tödlich Verunglückten Autofahrer nicht angeschnallt waren und dies vor allem auf die jungen Fahrer zutrifft, kann die Erfahrung mit w
elcher Wucht ihr Körper bei einem Zusammenstoß in den Sicherheitsgurt geschleudert wird, eine lebensrettende Erfahrung sein“.
Major Markus Pöppel Stv. Kommandeur des Lazarettregiments 41, der selbst den Rauschbrillenparcours durchlaufen hat, sagte dazu: “Gerade die Kombination von Theorie und dann erlebter Praxis, veranschaulicht deutlich welche Gefahren bei einer Teilnahme im
Straßenverkehr unter Alkohol-und Drogeneinfluss bestehen.“
Bei der Fahrt in einem der beiden PKW-Fahrsimulatoren erlebten die jungen Fahrer wie rasch sie eigenes Können überschätzen und falsch oder zu spät reagieren. So wurden sie anschaulich für verkehrsgerechtes Verhalten sensibilisiert. Präsident Kälberer:“ Einmal Grenzbereiche ohne Gefahr erleben zu können, war für mich beeindruckend und hat mich über mein eigenes, langjähriges Fahrverhalten nachdenken lassen“.
Die an der Pilot-Veranstaltung teilnehmenden Rekrutinnen und Rekruten waren von den Informationen und Eindrücken beeindruckt. Eine Soldatin bemerkte nach dem Aufprall mit dem Gurtschlitten : „Ich bin sehr überrascht, mit welcher Wucht ich, bereits bei dieser niedrigen Geschwindigkeit von 20 km/h, in den Sicherheitsgurt geschleudert wurde“.
Das spontane Zitat eines Soldaten nach der Fahrt mit dem PKW-Fahrsimulator im Alkoholprogramm: „ Fahren mit Alkohol, überleben nur im Simulator“.
Bei der Übung „Bremsen auf Gleitfläche mit 30 und 50 km/h war die Überraschung groß, als der Bremsweg sich nicht verdoppelte, sonder sich mindestens vervierfacht hat. Auch richtige Sitzhaltung und Anschnallen wurden vor der Übung durch die Moderatoren thematisiert.  

Das Bundesverteidigungsministerium hat das Konzept der Aktion Junge Fahrer positiv und als Ziel führende Maßnahme zur Reduktion von Verkehrsunfällen bewertet. Ab Januar 2010 soll die „Aktion junge Fahrer“, die unterstützt wird durch das Bundesministerium für Verkehr Bau und Stadtentwicklung, für die annähernd 8.000 Soldatinnen und Soldaten in 22 Kasernen in Baden-Württemberg angeboten und von den örtlichen Kreis-und Ortsverkehrswachten, mit Unterstützung der LVW, rollierend durchgeführt werden.

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