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Die Landesverkehrswacht in der Fernsehsendung "ARD-Ratgeber Auto & Verkehr"
Die Landesverkehrswacht in der Fernsehsendung "ARD-Ratgeber Auto & Verkehr"

In der am 01.11.08 ausgestrahlten Sendung konnte die Landesverkehrswacht BaWü, vertreten durch Herrn Rathgeber, zusammen mit dem ARD-Filmteam unter Zuhilfenahme des LVW-Gurtschlittens eindrucksvoll demonstrieren, welche Kräfte bei einem Aufprall bereits bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h entstehen und wie sich diese Kräfte bei einer angeschnallten und nichtangeschnallten Person auswirken.

 

Dabei wurden auch das fehlerhafte Anbringen von Kindersitzen und neue Befestigungssysteme diskutiert.

Siehe nachfolgender Bericht "Kindersitze" zur Sendung.  

Zahlen rund um die Sicherung mit dem Gurt und dem Kindersitz  
Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat untersucht, wie sich die Gurtanlegequoteund der Einsatz anderer Schutzmaßnahmen verändert hat. Hier einigeAuszüge aus der Studie:    
Sicherung im Pkw 

Erwachsene: Die Ergebnisse zeigen, dass erwachsene Pkw-Insassen sich im Jahr 2007 seltener mit dem Sicherheitsgurt schützten, insbesondere beiden Fondinsassen sowie im Innerortsbereich.Im Querschnitt aller Straßen lag die Quote bei 95% (2006: 97%). AufAutobahnen lag die Quote der Gesicherten bei 98%, auf Landstraßen bei 95%und im Innerortsbereich bei 93%.
Kinder: Die Gesamtsicherungsquote von Kindern im Pkw hat sich imVergleich zum Vorjahr um 1% erhöht und lag in 2007 bei 97%. Der Anteilvon verwendeten Kinderrückhaltesystemen hat sich erhöht, innerorts auf82% (2006: 76%) und auf Landstraßen auf 87% (2006: 81%). InsbesondereKinder ab sechs Jahren waren 2007 deutlich besser gesichert. 

Kindersitze
Schafft Isofix mehr Sicherheit?
Sendeanstalt und Sendedatum: SWR, Samstag, 1. November 2008


Durch das fehlerhafte Anbringen von Kindersitzen sind schätzungsweise ein Drittel der Kinder im Auto falsch gesichert. Die neue Generation von Befestigungssystemen, das so genannte Isofix, soll dieses Problem beseitigen.Isofix-Befestigung gibt es nicht in jedem Auto, zwischen Rückenlehne und Sitzpolster verfügen aber seit 2008 alle Neuwagen über eine Metallschlaufe, an der der Sitz fest einrasten kann. Der herkömmliche Kindersitz wird dagegen einfach mit dem Drei-Punkte-Gurt festgeschnallt. Bei vielen Modellen gibt es zusätzlich Führungsschienen im Hals- und Beckenbereich, damit der Gurt im Ernstfall nicht einschneidet.

Nicht jeder Verkäufer kennt sich aus
Wie gut man sich im Handel mit den beiden unterschiedlichen Systemen auskennt, haben wir in einer Stichprobe mit 17 verschiedene Kindersitzen für drei Altersstufen geprüft. Mit versteckter Kamera ließen wir uns im Fachgeschäft, beim Großhändler und bei ATU beraten. Während man im Fachhandel gut Bescheid wusste, herrschte bei ATU Ahnungslosigkeit.Für die Eltern sollte vor allem die Befestigung der Sitze wichtig sein. Das zeigt gleich unser erster Crashtest. Babyschalen, die nur mit dem Gurt festgeschnallt sind, scheinen die Babys beim Aufprall fast zu zerquetschen, der Drei-Punkt-Gurt lässt nämlich einen größeren Bewegungsspielraum. Mit der Isofix-Befestigung dagegen kann der Sitz nur wenig verrutschen und hat daher bei einem Unfall mehr Stabilität. Die Auswertung der Crashtest-Daten zeigt, dass beim Drei-Punkt-Gurt die Belastungen besonders im Kopf- und Nackenbereich viel höher sind.

Bedienungsfehler beim Drei-Punkt-Gurt
Der größte Nachteil bei der Befestigung mit dem Drei-Punkt-Gurt ist aber immer noch die Gefahr von Bedienungsfehlern, meinen Fachleute. Wenn es im Alltag schnell gehen muss und die Ruhe fehlt, sitzt er häufig nicht richtig, Gurte sind verdreht und nicht ausreichend angezogen. Beim Isofix-System kann man dagegen durch das Einrasten des Sitzes in der Metallschlaufe nicht mehr viel falsch machen. 

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 01.11.2008. 

 
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