Preisgelder in Höhe von fast 8000 Euro wurden den teilnehmenden Schulen im Rahmen des Wettbewerbs Schüler-Fair-Kehr vom Präsidenten der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, Heinz Kälberer, von Landespolizeipräsident Dr. Wolf Hammann und durch Herrn Dr. Kleine von der EnBW überreicht. Weitere Highlight’s waren ein Hubschrauberrundflug für vier Schüler, der durch den Inspekteur der Polizei, Dieter Schneider überreicht wurde und alle Preisträger konnten bei einem Basketball-Bundeligaspiel der ENBW Ludwigsburg mit dabei sein.
„Sie und Ihre Schulen sind Vorbilder, denn Sie setzen sich ehrenamtlich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg, an Bushaltestellen und in Schulbussen ein.” Das sagte Landespolizeipräsident Dr. Wolf Hammann am Sonntag, 28. November 2010, bei der Preisverleihung an herausragende Projekte der Aktion „Schüler-FAIR-kehr” in Böblingen.
„Seit Beginn der Aktion im Jahr 2007 wurden 4.865 Schülerinnen, Schüler und Erwachsene als Schülerlotse, Schulbusbegleiter oder Schulweghelfer ausgebildet, 345 Schulen haben sich beteiligt. Dieser Dienst zum Wohl der Allgemeinheit verdient allen Respekt und Anerkennung”, ergänzte der Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, Heinz Kälberer. Mit dem Projekt „Schüler-FAIR-kehr” wolle die Landesverkehrswacht Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Innenministerium, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie der Unfallkasse Baden-Württemberg den Weg von und zur Schule sicherer machen.
„Diese jungen Menschen kümmern sich um das Wohl anderer und achten auf die Einhaltung von Regeln. Wer sich rücksichtslos zum Nachteil anderer über Verkehrsregeln auf dem Schulweg hinwegsetzt und an der Bushaltestelle pöbelt, im Schulbus mobbt oder Sachbeschädigungen begeht, muss in die Schranken gewiesen werden”, sagte Landespolizeipräsident Dr. Hammann. Er freue sich, dass er heute bei der Bereitschaftspolizeidirektion Böblingen so viele Schülerinnen und Schüler begrüßen könne, die für mehr Fairness, gegenseitige Rücksichtnahme und so für mehr Sicherheit auf Schulwegen und in Schulbussen eingetreten seien./p>
Der Polizei seien im vergangenen Schuljahr 612 Schulwegunfälle bekannt geworden, davon 548 mit Verletzten. Das Dunkelfeld sei aber um ein Vielfaches höher. Die gesetzliche Unfallkasse Baden-Württemberg habe im Jahr 2009 circa 14.500 Schadensfälle reguliert, die im Zusammenhang mit dem Schulweg stünden. „Hinter dieser hohen Zahl verbergen sich verletzte Schülerinnen und Schüler und damit menschliches Leid”, sagte der Präsident der Landesverkehrswacht. Bei Unfällen, die sich auf dem Weg von und zur Schule ereignet hätten, seien im Schuljahr 2009 zwei Tote im Alter zwischen sechs bis 17 Jahren zu beklagen gewesen (2008: vier), 93 seien schwer (2008: 121) und 420 (2008: 458) leicht verletzt worden. „Trotz dieser Rückgänge dürfen wir nicht nachlassen, um gemeinsam die Sicherheit weiter zu verbessern”, sagte der Landespolizeipräsident.